Telefonische Krankschreibung ab Montag nicht mehr möglich

Die Ausnahmeregelung, bei der Patienten im Zuge der Coronavirus-Pandemie von den Hausärzten bei leichten Infekten der Atemwege telefonisch bis zu 14-Tagen krank geschrieben werden konnten, wurde durch den GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss) ab Montag, dem 20. April, für beendet erklärt.
Dann sei wieder ein persönlicher Kontakt erforderlich.
Dies sei gegen die Stimmen der Ärzte geschehen, betont die KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung).
Mit dem GKV-Spitzenverband habe sich die KBV zuvor geeinigt, die Sonderregelung bis zum 23. Juni beizubehalten.
Nun hätten auch die Krankenkassen die Sondervereinbarungen zur telefonischen Krankschreibung beendet.
KBV-Chef Dr. Andreas Gassen: „Der abrupte Stopp ist für Praxisteams und Patienten höchst problematisch.“
Ähnlich das Statement von KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister: „Wir hatten uns im GBA für eine Verlängerung bis 3. Mai eingesetzt.“
Offenbar habe bei der Entscheidung des GBA der große Druck der Arbeitgerseite eine entscheidende Rolle gespielt.
AU-Bescheinigungen, die bis 19. April telefonisch ausgestellt wurden, behalten ihre Gültigkeit, stellt die KBV klar.

 

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